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Lager sind Orte der Biographie: Teil 2

Nach Auskunft meiner Mutter soll ich problemlos meinen Erdengang gestartet haben. Dr. Picard, mein Kinderarzt für die ersten 18 Jahren, gab mir den üblichen Klapps auf den Hintern und schon gings los. Nur mit dem Trinken hat es nicht so richtig funktioniert. Ich habe anscheinend mehr gebissen als getrunken und so musste eine Pumpe her. Naja was solls. Ob ich schon damals, also 1952 in Zürich, schon wusste, dass ich später noch einiges zu „knabbern“ bekommen würde?

NB: Der Titel nimmt Bezug auf die Räumung eines Lagers, dass vor ca. 15 Jahren von meiner Frau eingerichtet wurde und ich nie betreten habe. Jetzt wird der Raum leer geräumt und spannende Fundstücke veröffentliche ich hier.

Archiv · Familienleben · Jüdisches Leben

1925, Fortsetzung Privat-Archiv Teil 7

Seit dem Tod meiner Mutter vor ein paar Jahren habe ich das gesamte Familenarchiv übernommen. Es sind einige Kisten und noch mehr Fotoalben. Leider sind die wenigsten Objekte beschriftet, so dass eine gehörige Recherche nötig ist. Dies braucht sehr viel Zeit, wird aber mit wunderbaren Funden belohnt. So habe ich die Verlobungsanzeige meiner Grosseltern entdeckt.

Dabei gibt es einiges zu sagen: Das Dokument bestätigt, dass mein Urgrossvater mit seiner Frau in Luzern gelebt hat, wie bereits an anderer Stelle erwähnt. Die Feier wurde an der Anwandstrasse 32 in Zürich veranstaltet. Diese Adresse ist für die Gründung der zukünftigen Textilfabrik meines Grossvaters, bzw. der Erweiterung des Ateliers meiner Urgrossmutter relevant. Dazu aber später mehr. Luzern