Fantasien

Spionage beginnt auf dem Kopf

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* Foto: PROPACK CAMERA + PROFLASH (1977), Film: Fujifilm fp-100C

In den letzten Monaten wurde viel von Spionage und Überwachung geschrieben und gesprochen. Das ganze hört nicht auf, weil der Vorwand „Sicherheit“ in aller Munde, bzw. in allen Tastaturen zu finden ist. Natürlich will man uns weismachen,  dass es wirklich nur um den Kampf gegen den Terrorismus geht. Denn dieser ist, so sagt frau, die grösste Gefahr für unsere Freiheit, aktuell.

Irgend wie geht das schon so weit, dass an jeder Ecke, an jedem Ort die Gefahren „lauern“ und hastig nach Hilfe gesucht wird. Jede Kamera an der Hauswand, beim Bahnhofseingang, an einer Verkehrsampel kann zum rettenden Anker werden.

Und dann steht meine Frau an einem Gemüsestand in der Luzerner Altstadt. Greift zu Fenchel, zu Rüebli, zu Radieschen, zu Kohlrabi. Kohlrabi!? Das ist doch kein Kohlrabi, das ist ein Satellit muss ich feststellen, als die Einkaufstüte zu Hause gelehrt wird. Bevor ich diese Erkenntnis aussprechen kann, ist es passiert. Das erwähnte „Gemüse“ macht sich selbständig und rollt davon. Zuerst langsam, dann immer schneller und > zack > weg ist er. Ich spüre ein eigenartiges Summen, einen Druck auf die Schädeldecke. Meine Mütze verschiebt sich. Dann blitzt es gewaltig. Ich bin für mehre Sekunden, oder gar Minuten blind.

Dann traue ich meinen Augen nicht mehr. Ich bekomme ein Foto vorgesetzt und muss erkennen, dass sich ein Sender auf meinen Kopf gesetzt hat, sich durch die Mütze hindurch ansaugt.

Mehr will ich nicht mehr wissen. Mehr ist mir zuviel. Ich stelle fest, dass ich jetzt auch dazu gehöre und Widerstand wohl zwecklos geworden ist.

Doch wie werden meine Freundinnen und Freunde reagieren? Datenschutz, politisch verordnet, reicht nicht, niemals. Hilfe.

Geschichten aus dem Leben · Medien · Politik

Bademantel gesucht und gefunden -fuer den US-Praesidenten

Bademantel fuer den amerikanischen Präsidenten

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Liebe Leutinnen und Leute

Es ist doch eigentlich wunderbar. Da bekommen die Amerikaner* einen neuen Präsidenten. Er beschäftigt die Nation seit seinem ersten Arbeitstag und damit der Stress nicht ins Unendliche ausufert, werden durch Journalisten gerne Zwischenpausen kreiert.

Jetzt stellt sich die halbe Nation die alles entscheidende Frage: „Trägt er im Weissen Haus einen Bademantel oder nicht?“ – Weltbewegend. Und dann orientiert der Pressesprecher, dass er gar keinen besitzt, vermutlich. Und jetzt?

Jetzt ist der Punkt gekommen, wo dem Präsidenten liebevoll geholfen werden kann. In ganz Amerika wird ein passender Bademantel gesucht. Millionen von Menschen sind unterwegs, doch niemand hat das Gefühl das richtige Stück gefunden zu haben.

In solchen Momenten erinnert man/frau sich gerne an das „gute, alte Europa“. Die russische Presse, also der dortige Präsident, ruft zur Solidarität auf. Leute sucht, meint er, sonst liefert China!

Als hilfsbereiter Mensch habe ich mich natürlich sofort auf die Suche gemacht. Doch auch ich muss mir jetzt die Frage stellen, ob ich den richtigen gefunden habe.
So bin ich jetzt auch Träger eines Problems, dass mich für die nächste Zeit beschäftigt. Das mir die Möglichkeit bietet, das dreckige Politgeschäft zu vergessen.

Thanks Mister Präsident. You are so fucking right.