Fantasien · Fundstücke des Grauens · Politik

Den Schuetzen fehlt der Nachwuchs

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Da sind sie wieder die „Dunkeln Zeiten“ geht mir heute als erstes durch den Kopf, als mein Blick über die Titelseite der Luzerner Zeitung schweift. Zum einen „sehen Fahrlehrer schwarz“, dann bleiben den „Gletschern noch 80 Jahre“, die Bauern (auch Schwarzmaler genannt) fahren 2017 ein Rekordergebnis ein und „Den Schützen fehlt der Nachwuchs“ (eine kleine kostenlose Werbung für den Schweizer SchiessSportverband).

Beim letzten Beitrag stocken mir die Hirnsäfte und ich sehe die unglaublichen Szenen aus Las Vegas vor dem geistigen Auge. Das Täterbild taucht auf. Ich erkenne einen 64jährigen Mann, der nicht nur mich mit Rätseln überschüttet.

Und jetzt das! Meine GeschichtenKanäle spintisieren. War er der letzte Mörder, da der Nachwuchs fehlt? Oder hat das alles gar nichts miteinander zu tun. Bin ich wirklich nur ein GeschichtenErzähler. Ich weiss es nicht. Aber ich bin mir sicher, dass die Schützenvereine, egal ob vereint oder nicht, aussterben. Dann kann ich „von den alten, schwarzen Zeiten“ erzählen, wie es damals, als ich fast 66jährig, war.  Und das ist wahr.

VertiefungsLink: Luzerner Zeitung

Fantasien · Freunde

Ein Nagel ohne Kopf wird zur Kunst – im Zirkus Monti

Benedikt im Zirkus Monti

Mit erstaunen haben meine Frau und ich gestern (Mittwoch, 20.9.2017) festgestellt, dass wir 24 Jahre Zusammensein benötigten, bis wir gemeinsam einen Zirkus besuchten. Ein KünstlerFreund hat uns dazu eingeladen. Er erweiterte das Programm mit einer Führung „Hinter den Brettern, die die Welt bedeuten“. Da und dort rund ums ZirkusZelt erzählte er Geschichten, angereichert mit fachlichen Facts rum um das ZirkusLeben.

Nein, das ganze Team wohnt jeweils auf dem Platz und nicht in einem HotelZimmer. Selbst die InhaberFamilie Muntwyler wohnt in einem „grösseren“ Wagen, in einer mobilen Wohnung.
Zwei Köche verwöhnen das Team, natürlich in der fahrbaren Küche, mit allem Drum-und-Dran. Gegenwärtig müssen zirka 50 Nasen verköstigt werden, 3 mal täglich.
Das ZirkusOrchester stammt aus Polen. Das Land hat eine lange ZirkusMusikTradition und bringt immer wieder neue Orchester zum Einsatz, weltweit. Interessant dabei ist, dass die Musiker im „Dorf“ ein Eigenleben führen, wenig Kontakt zu den anderen Mitarbeiter und Artisten pflegen.
Und da sind sie wieder. Die Marokkaner. Schon als Kind wusste ich, dass aus Marokko viele ZirkusLeute stammen. Jetzt weiss ich auch warum. Die FamilienKontakte sorgen für Nachwuchs. Es ist durchaus möglich, dass ein Marokkaner 30 Jahre im selben Zirkus tätig ist und dabei für seine eigene Nachfolge sorgt.
So-weit-so-gut. Nach 90 Minuten Führung durch Benedikt Notter, der sichtbar in seinem aktuellen Job aufgeht, entstehen neue Fragen. Mitgebrachte beantwortete er einfach so beiläufig. Beim PausenApero hatten dann die TeilnehmerInnen Gelegenheit, sich auszutauschen. „Du, wie ist dein Name? Ich kenne dich doch von irgend wo her?“ Tja. Ich kenne Mengen von Menschen und kann diese Frage seltenst beantworten, oder verwirre sogar manchmal die Tatsachen. Plötzlich wird in meinen Gedanken aus K. P. und U. muss wohl R. gewesen sein. Eine Dreambox der speziellen Art.

Und wo waren wir eigentlich, in welchem Zirkus? Wir besuchten den Zirkus Monti in Luzern. Das Programm wurde unter dem vielversprechenden Titel „DreamBox“ und die Träume wurden tatsächlich auf verschiedensten Ebenen geweckt. Vom ZirkusLeben über die wundersame Wandlung des Künstlers Benedikt zum Beleuchter und zur Präsentation der Traumschaft im Kreis.

Wir empfehlen den geneigten LeserInnen einen Besuch im Zirkus Monti. Dort werden wirklich Nägel mit Köpfen gemacht und ist der Kopf mal ab, nimmt Benedikt diesen nach Hause, platziert ihn in einer Vitrine. Möglicherweise tauchen sie eines Tages wieder auf – als KunstObjekt. Wir sind überzeugt, dass die Kunst bei Benedikt Notter aktuell nur eine Verschnaufpause macht. Wir freuen uns, irgend wann seine nächste Verwandlung erleben zu dürfen. Danke Benedikt!

VertiefungsLinks: Zirkus Monti > hier, Benedikt Notter > hier.