Kunst

Lego verjüngt

Seit einigen Jahren verspüre ich Lust, wieder mit Lego zu spielen. Meinen ersten Grundkasten habe ich mit meinem eigenen Geld, dass ich als Ausläufer in einer Apotheke verdient habe, gekauft.

Und jetzt, 55 Jahre später will ich ihn wieder, den Lego Grundkasten. Mit großem Erstaunen musste ich allerdings feststellen, dass Lego heute sehr teuer geworden ist. Einfach so, für eine LustIdee, war mir das einfach zu viel des Guten. Das Problem konnte ich lösen, sofern man überhaupt von einem Problem reden kann, indem ich einen Besuch im Brockenhaus absolvierte. Gesucht, gefunden, bezahlt. Und jetzt? Die Idee war irgendwie weg. Lego? Ich will Lego im künstlerischen Kontext einsetzen, aber nicht figürlich. Nein. Lego soll mir die Basis für die heutige Zeit dienen.

Aus pädagogischer Sicht scheint mir Lego für Kinder unter 13, 14, 15 Jahre nichts zu sein. Legosteine sind unveränderlich, drängen der Gestaltungskraft, die immer gleiche Form auf und machen dem Kind vor, dass es keine Eingriffe benötigt und schon ist aus einem Haus ein Mensch, aus einem Tier ein Auto konstruiert.

Lego betrügt die kindliche Phantasie. Doch wie ist es mit der Fantasie des erwachsenen Menschen? Auch da komme ich nicht weiter.

Einzig die Möglichkeit der Zerstörung fasziniert mich. Ich kann mit den Steinen einen Raum erstellen um ihn anschließend zu verändern. Gleichzeitig wird aber auch die An- und Aufsicht, das Konstrukt, die Haut verändert. Und hier nähere ich mich dem Punkt, der gewünscht ist. Ich will mittels populärer Bauklötze die aktuelle politische Situation in unverständliche Ansicht transformieren.

Fortsetzung folgt.

Ausstellungen · Kunst

Kunst hoch Luzern 2017 – 2. September

kunst-hoch-2017

Persönliches: Ja klar, Reisende wollen schauen. Egal ob Museen, Ladengeschäfte, Mal-so-Mal-so oder gar Kunsträume und Galerien. Es muss einfach geschaut werden. Meine Freunde wissen, dass ich mich aus gesundheitlichen Gründen vor 4 Jahren aus allem zurück gezogen habe. Also keine Kunst , fast keine Museen und keine oberflächlichen Kontakte mehr. Nach über 10 Jahren permanente Wachheit, lehne ich mich jetzt zurück und geniesse meine persönlichen Interessen.

Öffentlich: Neugierige GängerInnen erwartet ein Tag in Luzern der ganz der Kunst gewidmet wird. So ziemlich alles was mit Kunst zu tun hat, will sich am 2. September 2017 zeigen, präsentieren, die Aufmerksamkeit erhaschen. Kritisch betrachtet habe ich früher immer vom KunstTourismus gesprochen. Kann sein, muss aber nicht. Auch wer zu einem Marathon ansetzt, kann Neues entdecken oder alt bekanntem begegnen.

Politisch: Der Kanton Luzern will den ganz dicken Rotstift ansetzen. Sparen nennt man/frau das. Wer aber sparen muss, hat irgend wie was falsch gemacht, über seine Verhältnisse gelebt. Die Luzerner KunstSzene gehört sicher nicht zu den VerbraterInnen, wohl eher zu den SparerInnen. Also eher mit einem Leben in der gesellschaftlich unteren Schublade. Mehr Sparen geht gar nicht. Wer also unseren RegierungsVögten zeigen will, dass Kunst (und Kultur) wichtig ist, zeigt sich und ist unterwegs. Die Betroffenen danken.

Alles Infos finden sich <hier>