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Militärbekleidung darf nicht Mode sein – auch nicht in Luzern

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Seit längerer Zeit kann beobachtet werden, dass militärische Tarnkleidung als hippe Bekleidung gilt. Dieser Trend hat mittlerweile auch das gehobene Herrn-Mode-Geschäft erreicht. Bei einem kürzlichen SonntagsSpaziergang musste ich bei dem renommierten  Laden Gränicher-Mode an der Pilatusstrasse in Luzern die gezeigte Schaufenster-Dekoration, bzw. Auslage, mit grossem Staunen, wenn nicht gar Ärger, wahrnehmen.

Abgesehen von der Jacke, die ich als völlig überflüssig betrachte, verwundern mich die Gliedmassen.
Relevante Fragen:
Hat der Träger der Jacke wirklich aus dem Krieg Hände und Arme als Erinnerungsstücke mitgebracht? Oder war er ein Massenmörder, der unter einem Kriegstrauma leidet? Ist er Schweizer oder Ausländer, männlich oder weiblich?
Wie wirkt ein solches Schaufenster auf Touristen (Der Laden findet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhof)? Was kann eine solche Präsentation bei Flüchtlingen auslösen? Dürfen das Kinder sehen?

Wie kommt das Modehaus, bzw. die Dekorateur*in, auf eine solche hirnverbrannte Idee.

Ich bin überzeugt, dass hier niemand weiter gedacht hat. Hauptsache die angebotenen Artikel sind modisch und verkaufen sich. Alles andere ist unwesentlich und Beilage. Oder so …

 

 

Konsum · Oeffentlicher Verkehr · Politik

Gibt es bald wieder eine dritte Klasse bei der SBB ?

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Staatsnahe Betriebe wie die SBB (Schweizerische Bundesbahnen) stehen immer wieder in der Kritik. Insbesondere geht es um den Komfort in den Zugsabteilen und die Löhne, vor allem der Kader.

Da wollen sie das Stehen in einem fahrenden Zug zur Hauptverkehrszeit nicht hin nehmen (ich zahle gleich viel wie der, der sitzt. Also will ich auch sitzen oder weniger zahlen).
Da werden die Kader der SBB mit „Goldenen Fallschirmen“ ausgerüstet, bekommen bei einem Abgang ein Jahr den vollen Lohn weiter und wenns ganz kurios läuft, wird für diese sogar noch ein besonderer Arbeitsplatz geschaffen. Natürlich vergleicht sich der Fahrgast (beide Geschlechter sind gemeint) mit diesen Leuten und lässt die Wut kochen, zusätzlich durch die BoulevardPresse angeheizt.

Im Jahre 1952 bin ich zur Welt gekommen. Ich wusste noch nichts vom Bahnfahren, noch nichts von Kaderlöhnen. Schon gar nicht waren mir die Bahn-Klassen 1 – 3 ein Begriff.
Im Jahre 2017 bin ich an Sammlungen von Bahn-Billetten gekommen und stellte fest, dass es noch gar nicht lange her ist, als die Menschen noch in der 3. Klasse Bahn fahren mussten/konnten.

Sollten also die BahnfahrerInnen weiter z.B. auf Frau Jeannine Pilloud (6 Jahre Nummer 2 bei der SBB / Besitzerin eines PrivatParkPlatz an ihrem Wohnort / Blümchen Tapeten in dem fahrenden Toiletten) rum hacken, hätte die SBB einen Grund, die 3. Klasse erneut zu aktivieren.

Also. Lieber SchweizerInnen, immer schön alles hin nehmen und ja nicht motzen. Das könnte drittklassig enden.