Corona-Virus-19 · Kriegswirtschaft · Schweiz · Weltkrieg · Zürich

Kriegswirtschaft in Corona-Zeiten 1941 oder 2020

Liebe Leute, ich unterbreche heute meine „Wallis-Foto-Dokumentation“ für eine aktuelle Entdeckung in meinem „ich-hab-mal-gekauft“-Archiv.

Ich blicke zurück ins Jahr 1941, nach Zürich im Mai. Seit 1939 tobt der 2. Weltkrieg rund um die Schweiz, in Deutschland, in Frankreich, in Italien, in Österreich. Die Schweiz hat sich erfolgreich aus den Kämpfen heraus halten können. Wache Menschen wissen natürlich, dass unser Land nicht nur daneben stand, nein, die Eidgenossenschaft hat sich in verschiedenen Wirtschaftssektoren, aber auch in politischen Fragen, engagiert. Wir wissen heute, wer von den Kriegswirren profitiert hat. Welche Unternehmer gigantische Kunstsammlungen hinterlassen haben. Welche weltumspannenden Banken über Jahrzehnte mit Geldern gearbeitet haben, die ihnen gar nicht gehören, für den Einsatz sie nicht legitimiert waren. Erst durch Zwang, auch aus den umliegenden Ländern, aber auch durch Staaten, die weit weg von diesem Land zu finden sind, ist etwas passiert. Und es ist noch lange nicht ad-acta gelegt. Immer wieder werden Vorgänge der Öffentlichkeit bekannt, zuletzt in Basel in Sachen Kunst (man konnte sich nach Jahren einigen).

Viele Menschen leiden heute unter dem neuartigen Corona-Virus. Nicht als befallende, sondern an den Ungewissheiten und Zukunftsängsten. Das „Stay@Home“ löst Gefühle aus, die wir uns noch vor wenigen Monaten kaum vorstellen konnten.

Doch wie war das eigentlich im 2. Jahr des 2. Weltkriegs? Ich weiss es nicht persönlich und kann nur gedruckte Hilfen zur Hand nehmen, Aussagen in den Medien. So zum Beispiel die Mitteilungen der „Zentralstelle für Kriegswirtschaft der Stadt Zürich“. Hier wird sofort klar, dass die Stadt den Kontakt zu den Bürgern pflegen wollte. Und doch versteckten sie auch Empfehlungen, die eigentlich mehr nach Forderungen rochen. Plötzlich wurde zum Beispiel zu „Fleischlosen Tage“ aufgerufen. Parallel wurden an bestimmten Tagen die Metzgereien geschlossen. Die ganze Verordnung trat am 16. Mai 1941 in Kraft.
Die Stadt hat aber auch Handelspreise unter die Lupe genommen. So z.B. Brennholz. Je nach Qualität und Menge wurde der Preis zwischen Fr. 26.00 und 41.00 pro Ster festgelegt.
Wieder aktuell sind die Mietzinse. Es war das eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement, dass sich um Missbrauch kümmerte, indem es strenge Vorschriften erliess. Wer zum Beispiel Mitzinsen erhöhen wollte, musste dazu eine Bewilligung einholen. Die Bedingungen waren sehr hoch angelegt.

Es gäbe noch viele Punkte, die ich hier anführen könnte. Lasst mich zum Schluss kommen. Ich richte meine Aufmerksamkeit auf einen ganz besonderen Punkt:
Textilwaren und Schuhe kaufen wir, wenn wir sie benötigen und nicht weil wir noch Coupons der Rationierungskarte zur Verfügung haben.
Nur so gab es für alle genügend Kleidung und Schuhe. Der Egoismus musste schon damals bekämpf werden! Das Unverständnis wohl auch. Denken wir in ein paar Jahren noch an die Hamsterei von Toilettenpapier.

Unser Motto für die Tage:

Verzweifelt nicht. Steckt den Kopf nicht in den Boden (der ist eh viel zu hart) und schaut über den Tellerrand raus. Da ist kein Abgrund, nein, da kann neues Leben entdeckt werden. Du musst nur wollen.

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Hilfe! Ich bin 68j, schuldig

Original Polaroid-Aufnahme vom 25. März 2020 / 17:12

In den letzten Tag haben die Angriffe gegen „über 65jährige“-Menschen zugenommen. Aktuell noch verbal. Doch ich habe Angst, dass sich das schlagartig ändern kann. Die Entwicklung bezugnehmend auf andere Zielgruppen wie Juden, Flüchtlinge, Romas usw. sprechen eine entsprechende Sprache.

Wir leben in einer Zeit, wo aus den besten Vorgängen Hass und Hetze konstruiert wird. Alles wird verdreht, vieles verleugnet oder bestritten. Gerne werden auch Opfer als Täter präsentiert.
Die Jungen müssen für die Alten arbeiten, damit es reicht, mit der AHV.
Die Alten belegen KrankenHausBetten, nehmen sie den Jungen weg.
Die drohende AusgangsSperre haben wir den Alten zu verdanken. Sperrt sie ein!

Bewegt euch in den sozialen Netzen und es werden viele weitere Beispiele sichtbar. Oft versteckt, aber klar in der Aussage (zwischen den Zeilen).

Ich stelle mir schon die Frage, ob ich mich bewaffnen muss, damit ich mich und meine Frau gegen plötzliche Angriffe verteidigen kann. Unglaublicher Gedanke. Vor 20 Jahren hätte ich nicht im Entferntesten einen solche Gedanken konstruiert. Schliesslich bin ich ja gegen jede Gewalt. Aber scheinbar hat mich der Zeitgeist erfasst.

Unser Motto für die Tage:

Verzweifelt nicht. Steckt den Kopf nicht in den Boden (der ist eh viel zu hart) und schaut über den Tellerrand raus. Da ist kein Abgrund, nein, da kann neues Leben entdeckt werden. Du musst nur wollen.