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Militärbekleidung darf nicht Mode sein – auch nicht in Luzern

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Seit längerer Zeit kann beobachtet werden, dass militärische Tarnkleidung als hippe Bekleidung gilt. Dieser Trend hat mittlerweile auch das gehobene Herrn-Mode-Geschäft erreicht. Bei einem kürzlichen SonntagsSpaziergang musste ich bei dem renommierten  Laden Gränicher-Mode an der Pilatusstrasse in Luzern die gezeigte Schaufenster-Dekoration, bzw. Auslage, mit grossem Staunen, wenn nicht gar Ärger, wahrnehmen.

Abgesehen von der Jacke, die ich als völlig überflüssig betrachte, verwundern mich die Gliedmassen.
Relevante Fragen:
Hat der Träger der Jacke wirklich aus dem Krieg Hände und Arme als Erinnerungsstücke mitgebracht? Oder war er ein Massenmörder, der unter einem Kriegstrauma leidet? Ist er Schweizer oder Ausländer, männlich oder weiblich?
Wie wirkt ein solches Schaufenster auf Touristen (Der Laden findet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhof)? Was kann eine solche Präsentation bei Flüchtlingen auslösen? Dürfen das Kinder sehen?

Wie kommt das Modehaus, bzw. die Dekorateur*in, auf eine solche hirnverbrannte Idee.

Ich bin überzeugt, dass hier niemand weiter gedacht hat. Hauptsache die angebotenen Artikel sind modisch und verkaufen sich. Alles andere ist unwesentlich und Beilage. Oder so …

 

 

Flohmarkt

C&A – H&M – USW – Alles geflohmarkt

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Du kennst das. Voll Freude machst du dich auf den Weg, langsesuchte Objekte zu finden, am Flohmarkt deines Vertrauens. Doch was ist das? Aber nicht schon wieder. Die Entwicklung war absehbar, aber die Wahrheit wird oft beiseite geschoben. Doch heute habe ich so richtig eins ans Bein gepisst bekommen. KLEIDER, KLEIDER, KLEIDER. Dazwischen DVDs und Bücher. Mehr fast nicht zu finden. Das angesprochene Beispiel (!)  findet sich im KulturZentrum NEUBAD in Luzern.

Muss das wirklich sein, oder haben wir hier eine typische Zeiterscheinung? Ja. Das dürfte es wohl sein. Jede Menge Konzerne und sonstige Verramscher  überschwemmen zu unverschämten Preisen (Made ganz weit weg) den Markt. Macht Bekleidung zum alltäglichen Verbrauchsartikel, so wie Pommes, Salat und Fleisch aus der Massentierhaltung. Muss das wirklich sein? NEIN. Indem Veranstalter solche Flohmärkte, Pardon, FahnenHandel erlauben, organisieren, unterstützen sie diese Tendenzen massiv. Gibt sie so quasi weiter. Kauft Leute, kauft. Hier alles noch billiger. Wegwerfen war gestern. Morgen ist auch noch Zeit dazu.

Früher war alles besser, selbst Flohmärkte, oder so …