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Lager sind Orte der Biographie: Teil 9

Es ist passiert. Das Lager, aus dem ich über Fundstücke aus meinem Leben berichte, ist leer. Über 50 bis 60 Bananen-Kisten sind „entsorgt“. Vieles will meine Frau an Flohmärkten verkaufen (nicht wegen Geld, sondern aus Freude am Verkaufen und dem Kontakt zu Menschen).
Ich habe vor allem eine Saufreude an den Erinnerungen, ein Range von fast 60 Jahren. Heraus sticht meine Swatch-Sammelwut und Bücher von und über Freimaurer. Nein, ich bin nicht Freimaurer, habe aber in der Familie welche. In den 1980er Jahren habe ich mich beworben, in Luzern, bei der Fiat-Lux-Loge. Nach 3 tiefgreifenden Gesprächen (eines war mehr als überflüssig) mit möglichen Paten und der anschliessenden Ballotage / Kugelung (Abstimmung durch die Logenbrüder – https://freimaurer-wiki.de/index.php/Ballotage) bin ich durchgefallen. Die Regel besagt, dass es nicht möglich ist, an einem anderen Ort, bei einer anderen Loge, an einem anderen Ort sich neu zu bewerben. Einige Jahre Später habe ich dann durch einen Freimaurer erfahren, dass ich ohne Probleme in die Aargauer (Aarau) Loge aufgenommen worden wäre, trotz anderslautender Regel. Aber dann wollte ich auch nicht mehr. Wer nicht will hat das Nachsehen. Dieser Grundsatz hat mein ganzes Leben durchzogen. Aufgedrängt habe ich mich eigentlich nie. Die Energie setzte ich auf anderen Wegen ein.

NB: Der Titel nimmt Bezug auf die Räumung eines Lagers, dass vor ca. 15 Jahren von meiner Frau eingerichtet wurde und ich nie betreten habe. Jetzt wird der Raum leer geräumt und spannende Fundstücke veröffentliche ich hier.