Flüchtlinge · Politik

Smartphones verhindern Integration

telefonieren-im-bus-2016-img_20161202_182236-blog

Du kennst das! Sitzt im Bus, im Tram oder im Zug und ungewollt hörst du einem Gespräch zu, dass bestimmt nicht für deine Ohren geführt wird. Allerdings verstehst du in den meisten Fällen kein Wort. Nichts. Wirklich?  Nö. Waren vor wenigen Jahren nur Ausländer dieser Gewohnheit verfallen (v.a. Asiatinnen), kann aktuell beobachtet werden, dass zunehmend auch SchweizerInnen das Handwerk in allen Lautstärken und Tönarten beherrschen.

Kürzlich meinte ich zu meiner Frau, wie sie wohl reagieren würde, wenn ich einem solchen Menschen einfach das Gerät wegnehmen und raus werfen würde. Achselzucken und unverständliches Gemurmel. Hab den Gedanken wieder verworfen, obwohl …

Ich steh dazu, mich stört dieses unsägliche Telefonieren. Nicht nur, weil, wie erwähnt, ich kein Wort verstehe, sondern weil es mich schlicht und einfach stört. Des öfteren sass ich neben einem Menschen aus fremden Landen und konnte kein Gespräch beginnen. Nichts. Dabei würde mich brennend interessieren, woher er/sie kommt, was die Gründe für den Aufenthalt in der Schweiz sind, was mögliche Pläne und Wünsche sind. Wie sieht die Zukunft aus und wie kann die Schweiz, wie kann ich behilflich sein. Nichts. Es wird heftig Gesprochen, nur nicht mit mir.

Das verhindert die Integration! Diese kann nur durch klärende Gespräche in Gang gesetzt werden. Dazu brauchen wir keine Politiker, dazu brauchen wir uns! Wir müssen die entstandenen Probleme direkt kennen lernen. Kenntnis aus erster Hand beseitigt Angst.

So. Und jetzt soll mich niemand fragen, ob Handys und Smartphones für Ausländer in der Schweiz verboten werden sollten. Natürlich nicht. Sie sind ja oft die letzte Kontaktmöglichkeit zur Familie, zur Heimat. Nein. Du, du und du musst dich an deiner Nase nehmen und auch TelefoniererInnen direkt, egal wo, ansprechen. Damit ärgerst du natürlich jemanden. Aber wenns gut geht, hast du einen neuen Freund, eine neue Freundin und deine Schweizer MitbürgerInnen werden dir dankbar sein. Also. Mut zum Wandel, liebe Freundinnen und Freunde.

 

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s